
DAS TOR erkundet PTSD, Waffenkult und Familienbande in einer dichten Dokumentation über Amerikas Kriegsmaschine und die Angst im Alltag für viele.
Synopsis
DAS TOR öffnet sich in der abgelegenen Wüste von Utah, auf der streng geheimen Testanlage Dugway, wo die US-Armee mit Atomwaffen sowie chemischen und biologischen Kampfstoffen die Kriege von morgen erprobt. Dort begegnen sich ein traumatisierter Soldat, ein Militärseelsorger, ein Überlebender von Hiroshima und ein Vater auf der Suche nach seinem vermissten Sohn.
Der Film erzählt diese Geschichten nicht über rückblickende Befragungen, sondern bleibt bei den Menschen in der Gegenwart. Er begleitet sie durch Gespräche, Gesten und Schweigen, während der Verlust eines Sohnes, die Erinnerung an Hiroshima und die Belastung durch PTSD ihren Alltag prägen. So entsteht ein ruhiges Porträt von Leben unter dauerndem militärischem Druck.
Ohne zu urteilen, blickt DAS TOR auf ein Gesellschaftssystem, in dem Gewalt als Freiheitsrecht erscheint und Waffen Teil familiärer Rituale werden. Was bedeutet es, wenn Schießübungen die Bindung zwischen Vätern und Söhnen stärken sollen? Was geschieht, wenn Angst sich tief ins tägliche Leben frisst, während das Land weiter enorme Summen in sein Militär steckt?
Aus eindrucksvollen Landschaftsbildern und mehreren Stimmen formt der Dokumentarfilm eine Verbindung von Dugway und dem langen Nachhall des Krieges in den USA, von Hiroshima bis heute. DAS TOR lief im Programm von DOK Leipzig, und sein ruhiger Zugang schärft den Blick auf das Thema. Ein nüchterner Film, der Aufmerksamkeit verdient.
Festivals & Awards
- Genre
- Dokus
- Laufzeit (Min.)
- Jahr
- Land
- Deutschland
- Altersfreigabe
- 16+
- Ton
- Englisch
- Untertitel
- Deutsch

















